Wir Wollen Reden:
388 subscribers
3.14K photos
947 videos
66 files
5.27K links
Wir wollen reden.
Download Telegram
Schulstreik gegen die Wehrpflicht am 25. September 2026

Schließt Euch den Demos der Schüler an!

Alle Termine unter:

https://schulstreikgegenwehrpflicht.com/streikende-stdte

https://www.friedenskooperative.de/aktion/schulstreiks-gegen-die-wehrpflicht-am-25-september-2026
Wir Wollen Reden:
Wie geht denn nun Frieden, Herr Vad? https://youtube.com/watch?v=JrJYfZPT4Mw&is=OBoIlszrd0TsKWGN
" ... damit aus einem bewaffneten Konflikt wieder ein politischer Prozess und schließlich Frieden werden kann?

Mit Brigadegeneral a. D. Erich Vad spricht Roberto De Lapuente über das Wesen des Krieges, über Strategie und politische Verantwortung – und über eine Frage, die in aufgeheizten Zeiten leicht aus dem Blick gerät: Was macht Frieden überhaupt aus?

👉 Ist Krieg tatsächlich nur die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln?
👉 Warum muss man die politischen Ziele eines Krieges verstehen, um ihn beenden zu können?
👉 Welche Rolle spielen Abschreckung, militärische Stärke und Diplomatie für einen dauerhaften Frieden?
👉 Was bedeutet Krieg heute?

Erich Vad hat sich intensiv mit Carl von Clausewitz und dessen Verständnis von Krieg und Strategie beschäftigt. Im Gespräch geht es deshalb nicht allein um aktuelle Konflikte, sondern um die grundsätzliche Beziehung zwischen militärischer Gewalt und Politik: Wann beginnt Krieg einer politischen Logik zu entgleiten? Was unterscheidet einen Waffenstillstand von Frieden? Und welche Voraussetzungen braucht eine Friedensordnung?
... "
❤1
Das Gespräch ist interessant und bedrückend zugleich. Herr Vad spricht u.a. von den USA als einer "wohlwollenden" Großmacht. Weiß er wirklich nicht, daß die USA seit ihrer Gründung, also seit der Unabhängigkeitserklärung, fast ununterbrochen Krieg geführt haben? Erst die Ausrottungskriege gegen die vielen Millionen Menschen, denen das Land gehörte, die es Jahrhunderte lang urbar gemacht, bewohnt und bewirtschaftet hatten? Dann die Kriege zur möglichst vollständigen Kontrolle über den amerikanischen Doppelkontinent. Danach die zur Machtprojektion im Pazifik? Die USA sind eher eine der aggressiven imperialen Mächte der Weltgeschichte als ein "wohlwollender Hegemon".

Ich finde auch seine Antwort auf die Frage, wie denn ein Krieg gegen Russland wohl aussähe, unzureichend. Er erwähnt nicht einmal, daß die russische Regierung bereits mehrfach erklärte, ihre Reaktion auf einen Angriff seitens europäischer Staaten werde schnell und sehr hart sein, der Krieg entsprechend kurz und verheerend. Ich verstehe das als klare Ankündigung, auf einen Angriff praktisch unmittelbar mit starken Atomwaffen zu reagieren. Kein Wort dazu von Herrn Vad, auch keine Nachfrage von De Lapuente.

Selbst dieser Kritiker des wahnsinnigen Kriegskurses ist noch in den Märchen, die diesen Kurs ermöglichen, gefangen.

Unglaublich.

Wie so vieles seit "Bergamo". Tom


Frieden und Handel, gute Nachbarschaft und möglichst viele Freundschaften zwischen den Menschen aller Länder dieser Erde sind die einzig sinnvollen Ziele nicht nur deutscher Politik. Der Kriegskurs wird wieder, zum dritten Mal, scheitern.
Forwarded from IndikativJetzt
"München impft" korrigiert Desinformation

Die Pressestelle der TUM Kliniken Rechts der Isar hat auf meine Presseanfrage hin mitgeteilt, dass die Desinformation der angeblich durch genetische Impfstoffe erzielbaren Herdenimmunität auf der Kampagnenseite "München impft" nach meinem Hinweis korrigiert wurde. Ich habe weitere Fragen hierzu, aber auch zur nun verbreiteten Aussage.

https://indikativ.jetzt/muenchen-impft-korrigiert-desinformation/
🔥3
Schulstreik gegen die Wehrpflicht am 25. September 2026

Schließt Euch den Demos der Schüler an!

Alle Termine unter:

https://schulstreikgegenwehrpflicht.com/streikende-stdte


📣 Nürnberg, Cramer-Klett-Park

9:30 Uhr Streikversammlung,
🥁 11:30 Demo

https://www.friedenskooperative.de/aktion/schulstreiks-gegen-die-wehrpflicht-am-25-september-2026
PLATZ! Der Freiheit

Am kommenden übernächsten Samstag hat die Notaufnahme im Tollhaus endlich wieder geöffnet.
Die versierten Operateure Michael Sailer und Franz Esser versuchen in ihrer literarisch-musikalischen Soirée etwas Trost und Rat zu spenden und so dem alltäglichen Wahnsinn entgegenzutreten.

franz-esser.de
sailersblog.de

Ort der Handlung ist die Galerie Röver in der Großweidenmühlstraße 19 zu Nürnberg, Einlaß ist um 17:00, Beginn um 18:00.
Der Eintritt ist frei, Spenden willkommen.

Eine Veranstaltung von KUNSTunterHALTUNGEN e.V.
und WIR WOLLEN REDEN:
❤1
Wir Wollen Reden:
"Wie hat Russland gewählt? - Und was bedeutet das für den Krieg? | Ulri... https://youtube.com/watch?v=2KFOYZp92bk&is=ymi44xUQJzI8ekm4
" ... Putin, den Ukrainekrieg und das Verhältnis zu Europa?

Ulrike Guérot spricht mit dem Russlandexperten Alexander Rahr über die Duma-Wahl, das russische Wahlsystem und die politische Stimmung im Land.

Im Gespräch geht es um die Rolle von Wladimir Putin und Geeintes Russland, die russische Opposition und die Frage, warum politische Stabilität für viele Menschen in Russland eine wichtige Rolle spielt. Rahr ordnet die Entwicklungen aus seiner langjährigen Beschäftigung mit Russland ein.

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Ukrainekrieg: Welche Auswirkungen könnte das Wahlergebnis haben? Wie groß ist die Gefahr einer weiteren Eskalation? Und welche Rolle könnten die USA, Donald Trump und Europa bei möglichen Verhandlungen spielen?

Zum Abschluss geht es um die Frage, ob und wie ein neuer Dialog zwischen Deutschland, Europa und Russland entstehen könnte.
... "

Das Gespräch ist sehr gut, weil Alexander Rahr vieles über das russische Wahlsystem, das Parlament, die anderen Parteien - auch die verbotene - und die Einstellung der Menschen in Russland zu Wahlen und zur Regierung zu berichten weiß. Den kleinen Irrtum über die Anzahl der Parlamentarier (es sind weniger als 500 und damit auch erheblich weniger als im Bundestag) korrigiert er selbst in den Kommentaren.

US amerikanische Fachleute wie Mearsheimer, Sachs, Ritter, Macgregor, Wilkerson, aber auch der russische Außenminister Lawrow und andere sehen Trump anders als Alexander Rahr. Die US Leute halten ihn für einen notorischen Lügner, Lawrow für "Agreement incabable", also für unfähig zu Vereinbarungen. Wenn ich D. Trump nach seinen Handlungen beurteile, und nicht nach seinen Worten, stimme ich den US Fachleuten und Lawrow zu. Tom
❤1
🎙 Aus der Rede des russischen Außenministers Sergej Lawrow bei der Botschafterkonferenz zum Thema „Die Ukraine-Krise: Juristische Aggression des Westens“ (15. September 2026)

💬 Die Klage der Ukraine gegen Russland, die im Februar 2022 eingereicht wurde, ist vor dem Internationalen Gerichtshof der Vereinten Nationen gescheitert. Kiew hatte uns vorgeworfen, Russland habe die Völkermordkonvention missbraucht, als es Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung des Donbass vor einem Völkermord ergriff. Trotz ihrer völligen Absurdität wurde die Klage von 32 westlichen Staaten unterstützt, vorwiegend Mitgliedern der Europäischen Union und der NATO, die dem Verfahren als sogenannte Drittparteien beitraten. Es war der erste Fall einer derart massiven Beteiligung an einem Verfahren in der Geschichte des Gerichtshofs. Wir können dies selbstverständlich nur als Versuch werten, massiven politischen Druck auf das oberste Rechtsprechungsorgan der Vereinten Nationen auszuüben. Doch auch das hat nichts bewirkt.

⚖️ Im Februar 2024 fällte der Internationale Gerichtshof der Vereinten Nationen sein Urteil: In den Handlungen Russlands sind keine Verstöße gegen die Völkermordkonvention festgestellt worden. Sämtliche Vorwürfe gegen Russland sind fallengelassen worden.

❓ Eine Frage blieb vor Gericht jedoch offen: Hat die Ukraine selbst im Donbass Völkermord begangen? Diese Frage wird vom Gericht weiterhin geprüft. Auf dessen Ersuchen haben wir entsprechende Beweise vorgelegt. Im Dezember 2025 ließ das Gericht unsere Anträge in vollem Umfang zur Prüfung zu. Wir erwarten nun eine baldige Entscheidung. Daraufhin zog sich die Hälfte der westlichen Staaten, die dem Verfahren als Drittparteien beigetreten waren, daraus zurück, nachdem sie die Aussichtslosigkeit und den beschämenden Charakter dieser gesamten Situation erkannt hatten.

🔗 Quelle

🌐 Web | X | Facebook | VK | YouTube | Instagram | WhatsApp | Newsletter
 
@RusBotschaft
Forwarded from IndikativJetzt
Petent darf nicht in den Petitionsausschuss

Der Initiator der Bundestags-Petition gegen das Masernschutzgesetz, Dr. Ronald Weikl, wurde nicht in den Bundestag gelassen, um die Petition zu begründen - weil Demokratie.

Ein Bericht von Antje Meyen über die Sitzung: "Zugeschaltet via Zoom informiert er die Ausschussmitglieder und die Zuschauer, dass ihm die Bundespolizei den Zugang zum Deutschen Bundestag verwehrt hat. Mitgeteilt am Freitag per Anruf während seiner Sprechstunde. Etwas dagegen unternehmen? Nicht mehr möglich."

Hier kann man die Show nacherleben: https://www.bundestag.de/ausschuesse/a02_Petitionsausschuss/sitzungen/1211236-1211236

Wer nicht durch Fragen und Äußerungen an Gesundheit und Aufklärung uninteressierter Abgeordneter unterbrochen werden will, kann sich noch einmal über die Vorträge am vergangenen Fahrenbacher Symposium, das ich moderieren durfte, ein Bild verschaffen. Das Symposium unterzog Impfungen generell einer kritischen Betrachtung. Ein Block war dem MWGFD und dem Masernschutzgesetz gewidmet. Hier die Vorträge von

Ronny Weikl: https://www.youtube.com/watch?v=aHKS2znJ2uk&list=PL8JXLFg-tyzaJfUdg6Tf88JADKe_mlE2-&index=4

Andreas Sönnichsen: https://www.youtube.com/watch?v=_NfEwui4O7A

Beate Bahner: https://www.youtube.com/watch?v=Iu72-Cz4ma8&list=PL8JXLFg-tyzaJfUdg6Tf88JADKe_mlE2-&index=5

Weitere Vorträge hier in der Playlist: https://www.youtube.com/playlist?list=PL8JXLFg-tyzaJfUdg6Tf88JADKe_mlE2-

Das nächste Fahrenbacher Symposium wird vom 20.-22. November 2026 im Golfhotel Schlossgut Fahrenbach in Tröstau erneut mit großartigen Referenten stattfinden. Weitere Informationen folgen.
Wir Wollen Reden:
Was wurde aus der Corona-Aufarbeitung? Friedrich Pürner über Brüssel, da... https://youtube.com/watch?v=LvrqB6t1wnc&is=Ixak9W0a9aOsrUDx
" ... den Umgang mit kritischen Stimmen.

Michael Meyen spricht mit dem Arzt und Abgeordneten außerdem über die Corona-Aufarbeitung, Meinungsfreiheit, sein neues Buch „Das System Wagenknecht“ und seinen Austritt aus dem BSW.

🕒 Kapitelübersicht:
00:00 – Worum geht es?
00:00 – Friedrich Pürner: Arzt, Kritiker, Abgeordneter
02:17 – Pürner im EU-Parlament: Erfahrungen in Brüssel
16:57 – Warum sich Brüssel gelohnt hat
19:00 – Was wurde aus der Corona-Aufarbeitung?
28:32 – Meinungsfreiheit in der EU
33:50 – Parlamentarier und Parteidisziplin
38:25 – Wie Pürners Arbeit aufgenommen wird
45:54 – „Das System Wagenknecht“: Pürners neues Buch
49:25 – Warum Pürner aus dem BSW austrat
53:05 – Bilanz und Zukunftspläne
59:44 – Warum Kommunikation entscheidend ist
1:01:43 – Zurück in die Achtziger?
1:04:13 – Ausblick
... "
Wir Wollen Reden:
Was der Mensch braucht – und was ihm der Staat zugesteht https://www.nachdenkseiten.de/?p=156610
" ... kommt auf 999,70 Euro. Die Differenz wirft jedoch eine Frage auf, die in der Debatte über die Grundsicherung erstaunlich selten gestellt wird: Wie soll ein Mensch von einem Betrag leben, der schon für das Nötigste kaum reicht? Und wie ist dies mit der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts in Einklang zu bringen, die klipp und klar feststellt, dass auch ein Mindestmaß an soziokultureller Teilhabe zu den Dingen gehört, die der Staat seinen Bürgern gewährleisten muss? Von Jens Berger.

Neulich im Supermarkt, an der Kasse. Die Frau vor mir legt ihre Einkäufe aufs Band, die Kassiererin nennt die Summe, und die Frau zählt Münzen. Es reicht nicht. Sie schiebt die Butter zurück, dann den Käse, und am Ende auch die kleine Tafel Schokolade, die ganz obenauf lag. Niemand sagt etwas, die Schlange wartet höflich. Szenen wie diese kommen in keiner Talkshow über die „Hängematte Bürgergeld“ vor. ...

Das eigentliche Glanzstück der Studie ist aber eine zweite Rechnung. Hausstein streicht alles, was man zur Not weglassen kann: die Genussmittel, die Kleidung, die Möbel, die Elektrogeräte, das Geschirr, jede Form von Teilhabe. Übrig bleibt nur, was man zum nackten Überleben braucht und was vertraglich gebunden ist, etwa Strom, Telefon und Versicherungen. Auch dieses Skelett eines Lebens kostet 659 Euro, also 96 Euro mehr, als der Staat zugesteht. Wer von der Grundsicherung lebt, kann sich demnach nicht einmal das Minimum des Minimums leisten. Er muss irgendwo sparen, und Hausstein schreibt, wo: „beispielsweise durch Hungern“.
...

Wie man ein Existenzminimum kleinrechnet

Wie kommt der Staat auf seine 563 Euro? Er nutzt die sogenannte Statistikmethode. Er fragt also nicht, was ein Mensch braucht, sondern schaut in der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe nach, was die ärmsten Haushalte tatsächlich ausgeben. Das klingt objektiv, ist aber ein Zirkelschluss mit amtlichem Stempel. Wer den Nahrungsbedarf daran misst, was Hungernde essen, wird immer herausfinden, dass man mit wenig auskommt.

Die Ärmsten geben nämlich nicht aus, was sie brauchen. Sie geben aus, was sie haben. Was sie sich nicht leisten können, taucht in der Statistik nicht auf und gilt damit auch nicht als „Bedarf“.

Damit das Ergebnis sicher niedrig bleibt, hat die Politik zweimal nachgeholfen. 2011 wurde die Referenzgruppe von den unteren 20 auf die unteren 15 Prozent verkleinert. Seitdem vergleicht man die Armen mit den noch Ärmeren. Außerdem werden aus diesem ohnehin kargen Ergebnis nachträglich einzelne Posten gestrichen, weil sie angeblich nicht zum Existenzminimum gehören. Man kann das Verfahren „herunterreferenzieren“ nennen. Mit Statistik hat das wenig zu tun, mit Absicht viel.
...

Anreize für Arbeit, die es nicht gibt

Damit sind wir bei der Volkswirtschaft. Hier wird die Debatte vollends absurd. Wie Hausstein dokumentiert, wurde im MDR im August festgestellt, dass Deutschland jeden Monat rund 10.000 Industriearbeitsplätze verliert. Der zugeschaltete Ökonom des ifo-Instituts forderte daraufhin „tiefgreifende Reformen“ und „mehr Anreize für Arbeit“, also noch mehr Druck auf Arbeitslose.

Man muss sich das langsam vorlesen. Die Arbeitsplätze verschwinden, weil die Nachfrage fehlt, weil Energie teuer ist und weil das Exportmodell kriselt. Die Antwort darauf soll sein, Arbeitslose so lange zu drangsalieren, bis sie die Stellen annehmen, die gerade wegfallen. Das ist Angebotsökonomie in ihrer reinsten und dümmsten Form. Wenn es keine Stühle gibt, hilft es nichts, die Leute schneller um die leeren Plätze rennen zu lassen.
...

Rechnen wir grob und bewusst vorsichtig. Hebt man die Grundsicherung für rund vier Millionen erwachsene Leistungsberechtigte um 437 Euro an, kostet das gut 20 Milliarden Euro im Jahr. Das klingt nach viel. Es sind aber 20 Milliarden Euro, die nicht versickern, sondern vollständig und sofort in die Binnennachfrage fließen, und zwar vor allem in die regionale.
Wir Wollen Reden:
Was der Mensch braucht – und was ihm der Staat zugesteht https://www.nachdenkseiten.de/?p=156610
Ein spürbarer Teil kommt über die Umsatzsteuer direkt an den Fiskus zurück. Über den Multiplikator, also zusätzliche Umsätze, zusätzliche Beschäftigung und zusätzliche Steuer- und Beitragseinnahmen, fließt noch mehr zurück. Ein Konjunkturprogramm mit höherer Wirkung pro Euro wird man schwer finden. Kein Steuergeschenk für Unternehmen und keine „Superabschreibung“ kommt auch nur in die Nähe einer Konsumquote von fast 100 Prozent.
... "

Das ist ein Text, den jeder, wirklich jeder lesen sollte. Und gründlich durchdenken. Was Jens Berger schreibt und natürlich auch die Studie, über die er schreibt, müsste in der Familie, mit Freunden, Kollegen, in Parteien und anderen Organisationen lebhaft diskutiert werden.

Ich befürchte aber, das "Volk der Dichter und Denker" dichtet, denkt und debattiert lieber weiterhin Narrative und Ideologien. Träumt von der "unsichtbaren Hand des Marktes" und von einer behaupteten Homogenität bzw. Harmonie des deutschen Wesens. Man erregt sich über seine Mitbürger, die wahlweise als Schmarotzer, Kriminelle, Terroristen, Nazis, Leugner aller Art, vom Klimawandel über Corona, Putin-Versteher, Rechtsextreme, Linksextreme, gefährliche Gewalttäter, Nazis, Antifa, Islamisten, Judenhasser etc. dargestellt und wohl meist verleumdet werden.

Über die großen Verbrechen und Verbrecher, über Kriegstreiber und Völkermörder, über einen Mr. Trump, der vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen erklärt, er müsse sich überlegen, ob er den Iran vernichten, ausrotten, ausmerzen wolle, oder lieber verhandeln, schweigt man. Es ist so erbärmlich.

Jede Nation, jede Gesellschaft, die sich Narrative, Märchen erzählen lässt und über diese redet, statt über die Wirklichkeit, hat massive, möglicherweise existenzielle Probleme.
Tom