Wir Wollen Reden:
In Gaza leben jetzt Tausende Menschen mit körperlichen Behinderungen https://www.nachdenkseiten.de/?p=144880
" ... Betreuung kann aufgrund des Zusammenbruchs der medizinischen Versorgung und des Mangels an technischen und klinischen Kapazitäten nicht geleistet werden. Von Youssef Fares.
...
Zareef al-Ghorra, Leiter des Disability Representatives Bodies Network (DRBN), sagt, dass die Zahl der Menschen, deren Leben durch den Krieg grundlegend verändert wurde und die nun auf die Unterstützung anderer angewiesen sind, 30.000 erreicht hat. Diese Zahl dürfte weiter steigen. Der Bürgermeister von Gaza-Stadt, Yahya al-Sarraj, stellt fest, dass täglich neue Fälle von Amputationen verzeichnet werden – aufgrund des Zusammenbruchs der medizinischen Versorgung und des Mangels an technischen und klinischen Kapazitäten, um verletzte Gliedmaßen zu retten.
Ein solcher Fall ist Mahmoud Matar, ein Arzt, der monatelang im Indonesian Hospital im Norden Gazas gearbeitet hat. Er erlitt eine schwere Verletzung an beiden Beinen und musste, bis er schließlich zur Behandlung reisen konnte, eine lange Tortur durchstehen, die mit einer beidseitigen Amputation endete.
Im Gespräch mit Al-Akhbar sagte Matar, er sei bei einem Luftangriff auf das Haus, in dem er sich aufhielt, verletzt worden. Er wurde ins Indonesian Hospital gebracht und wartete zwei Nächte lang auf eine Operation, bei der Metallfixatoren eingesetzt werden sollten, um seine Beine zu retten. In dieser Zeit belagerten israelische Streitkräfte das Krankenhaus. Später wurde er unter schwierigen Bedingungen in das European Hospital im Süden Gazas verlegt. Während der beschwerlichen Reise lösten sich die Fixatoren von seinen Knochen.
„Als ich ankam“, sagte er, „wurde ich gebeten, eine Einverständniserklärung für die Amputation beider Füße zu unterschreiben, da sich Wundbrand gebildet hatte und die Füße nicht mehr durchblutet wurden.“ Seitdem hat sich Matar mehr als 50 Operationen in Gaza und im Ausland unterzogen. Dennoch, so sagt er, hat er sich noch nicht so weit erholt, dass er Prothesen verwenden kann.
Ärzte hätten ihm gesagt, dass seine Beine hätten gerettet werden können, wenn angemessene medizinische Versorgung verfügbar gewesen wäre. „Ich habe, wie Tausende andere auch, meine Gliedmaßen verloren, weil Krankenhäuser mit Zehntausenden von kritischen Fällen völlig überlastet waren. Amputation wurde zum schnellsten Weg, um Leben zu retten.“
Vor dem Prothesenzentrum in Gaza-Stadt versammeln sich täglich Dutzende von Amputierten. Unter ihnen sind Kinder unter zehn Jahren ebenso wie junge Männer und Frauen, die sich auf Krücken stützen.
...
Mhana erklärt, dass Amputationen, die früher selten vorgenommen wurden, nun weit verbreitet sind und umfangreiche medizinische, technische und logistische Ressourcen erfordern. „Israel verhindert die Einfuhr von Hilfsmitteln und Geräten, die für die Rehabilitation erforderlich sind“, sagte er. Das Zentrum kann nur Prothesen für die unteren Gliedmaßen herstellen und keine Behandlungen für Amputationen der oberen Gliedmaßen anbieten. Und selbst Ersteres reicht aufgrund des gravierenden Mangels an Rohstoffen und der begrenzten Kapazitäten nicht, um den Bedarf aller Patienten zu decken.
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Zareef al-Ghorra, Leiter des Disability Representatives Bodies Network (DRBN), sagt, dass die Zahl der Menschen, deren Leben durch den Krieg grundlegend verändert wurde und die nun auf die Unterstützung anderer angewiesen sind, 30.000 erreicht hat. Diese Zahl dürfte weiter steigen. Der Bürgermeister von Gaza-Stadt, Yahya al-Sarraj, stellt fest, dass täglich neue Fälle von Amputationen verzeichnet werden – aufgrund des Zusammenbruchs der medizinischen Versorgung und des Mangels an technischen und klinischen Kapazitäten, um verletzte Gliedmaßen zu retten.
Ein solcher Fall ist Mahmoud Matar, ein Arzt, der monatelang im Indonesian Hospital im Norden Gazas gearbeitet hat. Er erlitt eine schwere Verletzung an beiden Beinen und musste, bis er schließlich zur Behandlung reisen konnte, eine lange Tortur durchstehen, die mit einer beidseitigen Amputation endete.
Im Gespräch mit Al-Akhbar sagte Matar, er sei bei einem Luftangriff auf das Haus, in dem er sich aufhielt, verletzt worden. Er wurde ins Indonesian Hospital gebracht und wartete zwei Nächte lang auf eine Operation, bei der Metallfixatoren eingesetzt werden sollten, um seine Beine zu retten. In dieser Zeit belagerten israelische Streitkräfte das Krankenhaus. Später wurde er unter schwierigen Bedingungen in das European Hospital im Süden Gazas verlegt. Während der beschwerlichen Reise lösten sich die Fixatoren von seinen Knochen.
„Als ich ankam“, sagte er, „wurde ich gebeten, eine Einverständniserklärung für die Amputation beider Füße zu unterschreiben, da sich Wundbrand gebildet hatte und die Füße nicht mehr durchblutet wurden.“ Seitdem hat sich Matar mehr als 50 Operationen in Gaza und im Ausland unterzogen. Dennoch, so sagt er, hat er sich noch nicht so weit erholt, dass er Prothesen verwenden kann.
Ärzte hätten ihm gesagt, dass seine Beine hätten gerettet werden können, wenn angemessene medizinische Versorgung verfügbar gewesen wäre. „Ich habe, wie Tausende andere auch, meine Gliedmaßen verloren, weil Krankenhäuser mit Zehntausenden von kritischen Fällen völlig überlastet waren. Amputation wurde zum schnellsten Weg, um Leben zu retten.“
Vor dem Prothesenzentrum in Gaza-Stadt versammeln sich täglich Dutzende von Amputierten. Unter ihnen sind Kinder unter zehn Jahren ebenso wie junge Männer und Frauen, die sich auf Krücken stützen.
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Mhana erklärt, dass Amputationen, die früher selten vorgenommen wurden, nun weit verbreitet sind und umfangreiche medizinische, technische und logistische Ressourcen erfordern. „Israel verhindert die Einfuhr von Hilfsmitteln und Geräten, die für die Rehabilitation erforderlich sind“, sagte er. Das Zentrum kann nur Prothesen für die unteren Gliedmaßen herstellen und keine Behandlungen für Amputationen der oberen Gliedmaßen anbieten. Und selbst Ersteres reicht aufgrund des gravierenden Mangels an Rohstoffen und der begrenzten Kapazitäten nicht, um den Bedarf aller Patienten zu decken.
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„Deutschland macht sich gemein mit israelischen Verbrechen“ – Interview ...
https://youtube.com/watch?v=3nQQF3FByGc&si=2I_ee6iFtpqLGdFg
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„Deutschland macht sich gemein mit israelischen Verbrechen“ – Interview mit Shir Hever zum Cyberpakt
„Deutschland macht sich damit gemein mit israelischen Verbrechen“ – Interview mit Shir Hever zum deutsch-israelischen Cyberpakt | Maike Gosch | NachDenkSeiten-Podcast | 19.01.2026
Mit einem neuen „Cyber- und Sicherheitspakt“ vertieft die Bundesregierung…
Mit einem neuen „Cyber- und Sicherheitspakt“ vertieft die Bundesregierung…
Wir Wollen Reden:
„Deutschland macht sich gemein mit israelischen Verbrechen“ – Interview ... https://youtube.com/watch?v=3nQQF3FByGc&si=2I_ee6iFtpqLGdFg
Im Gespräch erläutert Shir Hever auch die Gefahr für unsere Bürgerrechte und damit für unser Leben, die in "Pegasus" und ähnlichen Systemen steckt. Die Abkommen mit dem Hersteller sehen vor, daß dieser die von der Spionagesoftware aus den online Spuren und von den Geräten der betroffenen Mitmenschen extrahieren Daten vorselektiert, und den deutschen Polizeibehörden nur die zuleitet, die sie im Rahmen der deutschen Gesetze auch erheben dürfen. Wer bekommt wohl die anderen Daten? Tom
Forwarded from Hermann Ploppa
Ein dänischer Renten-Fond für Akademiker hat seine US-Staatsanleihen in Höhe von 100 Millionen Dollar auf einen Schlag verkauft. Das ist erst einmal im Verhältnis ein Bagatellbetrag. Begründet wurde dies mit den politischen Risiken der US-Politik. Aus demselben Grund hat die Rating-Agentur Moodys die Kreditwürdigkeit der USA von der Höchstmarke "aaa" auf "aa1" runtergestuft. Wenn man bedenkt, dass die USA ihr Leben in Saus und Braus vornehmlich durch Kredite finanzieren, dann ist diese Herunterstufung schon existentiell bedrohlich - wenn nämlich andere Länder dem dänischen Beispiel folgen werden. Und dann die Zinsen für US-Kredite nach oben gehen. Mit Säbelrasseln alleine können die USA ihre Finanzierungsprobleme nicht mehr lösen. https://www.cbsnews.com/news/danish-pension-fund-treasuries-government-finances-trump-greenland/
CBS News
Danish pension fund to sell $100 million in U.S. Treasuries due to "poor U.S. government finances"
The chief investment officer of AkademikerPension said the decision was not directly related to the rift between the U.S. and Greenland.
Forwarded from henning rosenbusch - Channel
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Festhalten, dass ich das noch erleben darf…
Ein westlicher Regierungschef, der kanadische PM Mark Carney, zerlegt die westliche Heuchelei von der „regelbasierten Ordnung“:
„Wir wussten, dass die Geschichte von der regelbasierten Ordnung teilweise falsch war.
(…)
Wir wussten, dass das Völkerrecht je nach Identität des Angeklagten und des Opfers unterschiedlich streng angewendet wurde. Diese Fiktion war nützlich [wegen der Vorteile, die die amerikanische Hegemonie bot].
(…)
Also hängten wir das Schild ins Fenster. Wir nahmen an den Ritualen teil. Und wir vermieden es weitgehend, die Diskrepanz zwischen Rhetorik und Realität anzusprechen. Dieser Pakt funktioniert nicht mehr. Um es klar zu sagen: Wir befinden uns mitten in einem Bruch, nicht in einem Übergang .
(…)
Man kann nicht in der Lüge des gegenseitigen Nutzens durch Integration leben, wenn Integration zur Quelle der eigenen Unterordnung wird.“
t.me/Rosenbusch
Ein westlicher Regierungschef, der kanadische PM Mark Carney, zerlegt die westliche Heuchelei von der „regelbasierten Ordnung“:
„Wir wussten, dass die Geschichte von der regelbasierten Ordnung teilweise falsch war.
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Wir wussten, dass das Völkerrecht je nach Identität des Angeklagten und des Opfers unterschiedlich streng angewendet wurde. Diese Fiktion war nützlich [wegen der Vorteile, die die amerikanische Hegemonie bot].
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Also hängten wir das Schild ins Fenster. Wir nahmen an den Ritualen teil. Und wir vermieden es weitgehend, die Diskrepanz zwischen Rhetorik und Realität anzusprechen. Dieser Pakt funktioniert nicht mehr. Um es klar zu sagen: Wir befinden uns mitten in einem Bruch, nicht in einem Übergang .
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Man kann nicht in der Lüge des gegenseitigen Nutzens durch Integration leben, wenn Integration zur Quelle der eigenen Unterordnung wird.“
t.me/Rosenbusch
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Ergänzend zur Meldung über den dänischen Rentenfond, der seine US Staatsanleihen auf einen Schlag verkauft hat (s.o. 12:04)👇
Handelskrieg gegen die USA? Träumt weiter
https://www.nachdenkseiten.de/?p=145031
https://www.nachdenkseiten.de/?p=145031
NachDenkSeiten
Handelskrieg gegen die USA? Träumt weiter
Emmanuel Macron geht in die Verbaloffensive: Die Rede ist von einer „Handels-Bazooka“, die er nun auspacken will, um die USA von der Einnahme Grönlands sowie Strafzöllen gegen europäische Länder abzuhalten, die sich solidarisch mit Grönland zeigen. Nun weiß…
Wir Wollen Reden:
Handelskrieg gegen die USA? Träumt weiter https://www.nachdenkseiten.de/?p=145031
" ... die sich solidarisch mit Grönland zeigen. Nun weiß man nicht, was der französische Präsident unter einer Bazooka versteht – als ich noch jung war, gab es einen Kaugummi dieses Namens. Die Instrumente, die in der EU unter dem Begriff „Handels-Bazooka“ zusammengefasst werden, sind jedenfalls eher eine Spritzpistole, mit der die EU sich bestenfalls selbst ins Knie schießen könnte. Dabei gäbe es durchaus wirkungsvolle Waffen in einem möglichen Handelskrieg gegen die USA. Doch die wird Europa nicht ziehen, weil es ökonomisch komplett von den USA abhängig ist. Vielleicht wäre es ja nun endlich an der Zeit, dies zu ändern? Von Jens Berger.
Wenn europäische Politiker von „Strafzöllen“ sprechen, fühlt man sich nicht nur peinlich berührt, sondern auch in eine andere Zeit versetzt, in der vieles noch einfach war und Europa in der Tat etwas zu sagen hatte. Man droht nun, die Importzölle auf typisch amerikanische Güter wie Sojabohnen, Bourbon-Whiskey und Motorräder der Marke Harley Davidson, die in diesem Zusammenhang ja nie fehlen dürfen, zu erhöhen. Denkt man wirklich, dass man damit die USA zu Konzessionen zwingen kann? Die EU importiert Bourbon im Wert von rund 500 Millionen Euro pro Jahr. Allein der US-Konzern Amazon macht mehr als dreimal so viel Umsatz pro Tag und der US-Finanzkonzern BlackRock verwaltet nach eigenen Angaben Assets im Wert von 1,8 Billionen Euro in Europa. Reden wir hier von einer Bazooka? Oder doch eher von einer Spritzpistole?
...
Gerade Deutschland wäre gut beraten, sich das noch einmal zu überlegen. Die USA importieren größere Mengen klassischer deutscher Industriegüter, während Deutschland seit den Sanktionen gegen Russland vor allem Energie aus den USA importiert. 86 Prozent des importierten Flüssiggases kamen 2024 aus den USA[*]. Autos, Maschinen und medizinische Produkte können die USA auch anderswo einkaufen oder selbst herstellen; bei Deutschlands LNG-Importen sieht das ein wenig anders aus, zumal man ja mit Russland keine Geschäfte mehr machen will.
Unter diesen Vorzeichen wäre ein eskalierender Handelskrieg ökonomischer Selbstmord. Und das wissen Donald Trump und sein Team natürlich auch. Finanzminister Bessent ließ sich heute mit den launigen Worten zitieren: „„Ich gehe davon aus, dass sie zunächst die gefürchtete europäische Arbeitsgruppe bilden werden, die offenbar ihre wirksamste Waffe ist.“ Der Mann weiß offenbar, wovon er spricht.
Hat die EU denn überhaupt eine Waffe in einem möglichen Handelskrieg mit den USA? Getreu Radio Eriwan müsste man sagen: Im Prinzip, Ja! Wer über Jahrzehnte hinweg Handelsüberschüsse erzielt hat, hat vor allem eins: Forderungen. Und das nicht zu knapp. Genaue Zahlen gibt es nicht, aber die internationalen Handelsbilanzen legen nahe, dass die USA und ihre Unternehmen mit mindestens acht Billionen(!) US-Dollar bei europäischen Gläubigern verschuldet sind. Hallo, Donald Trump, hörst Du das? Euer Land gehört zu großen Teilen uns Europäern.
Hat das irgendeine Auswirkung? Zumindest theoretisch schon. Es würde schon reichen, wenn die europäischen Zentralbanken und die staatlich kontrollierten Pensions- und Rentenfonds ihre Anleihestrategie ändern und sich stärker in anderen Währungsräumen engagieren würden. Derzeit zahlen die USA 4,3 Prozent Zinsen auf ihre zehnjährigen Staatsanleihen und es ist bekannt, dass diese „Treasury Bonds“ ein Marker für das Zinsniveau für Unternehmens- und Privatkredite sind. Würden die Europäer ihr Geld zumindest zum Teil aus den USA abziehen, würde der Zinssatz förmlich durch die Decke gehen. Für den Staatssektor mit seinen 37 Billionen US-Dollar Staatsverschuldung wäre dies ein echtes Problem. Bereits heute zahlen die USA rund 1.600 Milliarden US-Dollar pro Jahr nur für Zinsen.
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Wenn europäische Politiker von „Strafzöllen“ sprechen, fühlt man sich nicht nur peinlich berührt, sondern auch in eine andere Zeit versetzt, in der vieles noch einfach war und Europa in der Tat etwas zu sagen hatte. Man droht nun, die Importzölle auf typisch amerikanische Güter wie Sojabohnen, Bourbon-Whiskey und Motorräder der Marke Harley Davidson, die in diesem Zusammenhang ja nie fehlen dürfen, zu erhöhen. Denkt man wirklich, dass man damit die USA zu Konzessionen zwingen kann? Die EU importiert Bourbon im Wert von rund 500 Millionen Euro pro Jahr. Allein der US-Konzern Amazon macht mehr als dreimal so viel Umsatz pro Tag und der US-Finanzkonzern BlackRock verwaltet nach eigenen Angaben Assets im Wert von 1,8 Billionen Euro in Europa. Reden wir hier von einer Bazooka? Oder doch eher von einer Spritzpistole?
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Gerade Deutschland wäre gut beraten, sich das noch einmal zu überlegen. Die USA importieren größere Mengen klassischer deutscher Industriegüter, während Deutschland seit den Sanktionen gegen Russland vor allem Energie aus den USA importiert. 86 Prozent des importierten Flüssiggases kamen 2024 aus den USA[*]. Autos, Maschinen und medizinische Produkte können die USA auch anderswo einkaufen oder selbst herstellen; bei Deutschlands LNG-Importen sieht das ein wenig anders aus, zumal man ja mit Russland keine Geschäfte mehr machen will.
Unter diesen Vorzeichen wäre ein eskalierender Handelskrieg ökonomischer Selbstmord. Und das wissen Donald Trump und sein Team natürlich auch. Finanzminister Bessent ließ sich heute mit den launigen Worten zitieren: „„Ich gehe davon aus, dass sie zunächst die gefürchtete europäische Arbeitsgruppe bilden werden, die offenbar ihre wirksamste Waffe ist.“ Der Mann weiß offenbar, wovon er spricht.
Hat die EU denn überhaupt eine Waffe in einem möglichen Handelskrieg mit den USA? Getreu Radio Eriwan müsste man sagen: Im Prinzip, Ja! Wer über Jahrzehnte hinweg Handelsüberschüsse erzielt hat, hat vor allem eins: Forderungen. Und das nicht zu knapp. Genaue Zahlen gibt es nicht, aber die internationalen Handelsbilanzen legen nahe, dass die USA und ihre Unternehmen mit mindestens acht Billionen(!) US-Dollar bei europäischen Gläubigern verschuldet sind. Hallo, Donald Trump, hörst Du das? Euer Land gehört zu großen Teilen uns Europäern.
Hat das irgendeine Auswirkung? Zumindest theoretisch schon. Es würde schon reichen, wenn die europäischen Zentralbanken und die staatlich kontrollierten Pensions- und Rentenfonds ihre Anleihestrategie ändern und sich stärker in anderen Währungsräumen engagieren würden. Derzeit zahlen die USA 4,3 Prozent Zinsen auf ihre zehnjährigen Staatsanleihen und es ist bekannt, dass diese „Treasury Bonds“ ein Marker für das Zinsniveau für Unternehmens- und Privatkredite sind. Würden die Europäer ihr Geld zumindest zum Teil aus den USA abziehen, würde der Zinssatz förmlich durch die Decke gehen. Für den Staatssektor mit seinen 37 Billionen US-Dollar Staatsverschuldung wäre dies ein echtes Problem. Bereits heute zahlen die USA rund 1.600 Milliarden US-Dollar pro Jahr nur für Zinsen.
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NachDenkSeiten-Redakteur Florian Warweg wechselt zur Ostdeutschen Allgem...
https://youtube.com/watch?v=eCqDznTVN7Y&si=3bKiSrqjqwDYvof_
https://youtube.com/watch?v=eCqDznTVN7Y&si=3bKiSrqjqwDYvof_
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NachDenkSeiten-Redakteur Florian Warweg wechselt zur Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung | NDS-Podcast
NachDenkSeiten-Redakteur Florian Warweg wechselt zur Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung | NachDenkSeiten-Podcast | 20.01.2026
Liebe Leserinnen, liebe Leser, einige haben es vielleicht schon erfahren. Unser Redakteur und Parlamentsberichterstatter Florian Warweg…
Liebe Leserinnen, liebe Leser, einige haben es vielleicht schon erfahren. Unser Redakteur und Parlamentsberichterstatter Florian Warweg…
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Forwarded from Slavyangrad (J Asbery)
CHART OF THE DAY: As the debate starts about whether — and if so, how — Europe should respond to US taffifs on Greenland, let's take a look at the energy situation. The EU swapped Russian for American depdency: today, US accounts for ~16% of oil and ~45% of its LNG of imports.
• Bloomberg
@Slavyangrad
• Bloomberg
@Slavyangrad
❤1🔥1
Forwarded from Geopolitics Prime
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💬 “The idea was to generate so much violence that the regime would be compelled to respond and then the orchestrators would be able to hijack this, and at the same time there would be airstrikes that would suppress the government’s ability to react,” Ritter said, detailing a scenario used so effectively in Libya against Muammar Gaddafi in 2011.
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Forwarded from IndikativJetzt
Die Jagd auf Journalisten scheint planmäßig abzulaufen. Wo es gar keine Kontrolle mehr gibt wie in Gaza, werden sie unter breiter Zustimmung hierzulande von der IDF weggebombt. Bei uns gibt man sich noch vermeintlich zivilisierter und hungert dafür die Familie mit aus auf Grundlage eines Akts der immer totalitärer agierenden EU, wogegen Betroffene kaum eine Möglichkeit zum Rechtsschutz haben.
Statt Demokratie einzuführen hat der Bundestag ein Gesetz beschlossen, das sämtliche Zuwendungen an Sanktionierte unter Strafe stellt.
Die Linke im Bundestag hat kein grundsätzliches Problem mit der Umsetzung dieser EU-Richtlinie. "Die Enthaltung zu dem Gesetz erfolge wegen der fehlenden personellen und technischen Ausstattung für die zuständigen Behörden im Bereich von Wirtschaftsdelikten." Natürlich.
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1197010.russland-sanktionen-am-langen-arm-der-eu-verhungert.html
Statt Demokratie einzuführen hat der Bundestag ein Gesetz beschlossen, das sämtliche Zuwendungen an Sanktionierte unter Strafe stellt.
Die Linke im Bundestag hat kein grundsätzliches Problem mit der Umsetzung dieser EU-Richtlinie. "Die Enthaltung zu dem Gesetz erfolge wegen der fehlenden personellen und technischen Ausstattung für die zuständigen Behörden im Bereich von Wirtschaftsdelikten." Natürlich.
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1197010.russland-sanktionen-am-langen-arm-der-eu-verhungert.html
nd-aktuell.de
Am langen Arm der EU verhungert
Deutschland verschärft das Strafrecht für EU-Sanktionen, nach denen im Fall Russlands inzwischen auch Unionsbürger gelistet werden. Keiner der Betroffenen wurde jedoch dazu gerichtlich verurteilt.
🤬1
Liebe Empfänger*innen, hiermit weisen wir auf eine
Mahnwache des Friedensmuseums Nürnberg hin:
Vor 5 Jahren trat der Atomwaffenverbotsvertrag (AVV, TPNW) der Vereinten Nationen in Kraft. Inzwischen haben 99 Staaten weltweit, weit mehr als die Hälfte aller UNO-Staaten, den Vertrag unterschrieben bzw. ratifiziert – ein historischer Durchbruch auf dem Weg zu einer atomwaffenfreien Welt. Es sind mehrheitlich Staaten des Globalen Südens, die zunehmend unwillig sind über die Abrüstungsblockade der Atommächte. Aus Europa dabei: Österreich, Irland, Malta – und der Vatikanstaat.
Do 22. Januar 11 bis 14 Uhr vor ehem. Galeria Kaufhof in der Königsstrasse.
Veranstalter ist
Nürnberger Evangelisches Forum für den Frieden (NEFF) e.V.
Sei gesund
Seid vor allem widerständig und trotz allem möglichst fröhlich! Tom. 😉
Mahnwache des Friedensmuseums Nürnberg hin:
Vor 5 Jahren trat der Atomwaffenverbotsvertrag (AVV, TPNW) der Vereinten Nationen in Kraft. Inzwischen haben 99 Staaten weltweit, weit mehr als die Hälfte aller UNO-Staaten, den Vertrag unterschrieben bzw. ratifiziert – ein historischer Durchbruch auf dem Weg zu einer atomwaffenfreien Welt. Es sind mehrheitlich Staaten des Globalen Südens, die zunehmend unwillig sind über die Abrüstungsblockade der Atommächte. Aus Europa dabei: Österreich, Irland, Malta – und der Vatikanstaat.
Do 22. Januar 11 bis 14 Uhr vor ehem. Galeria Kaufhof in der Königsstrasse.
Veranstalter ist
Nürnberger Evangelisches Forum für den Frieden (NEFF) e.V.
Sei gesund
Seid vor allem widerständig und trotz allem möglichst fröhlich! Tom. 😉
Forwarded from Russische Botschaft in Deutschland 🇷🇺
⚡️ Kommentar der russischen Botschaft in Deutschland
📌 Mit großer Enttäuschung erfuhren wir aus den deutschen Medien von der Entscheidung der Mannheimer Philharmoniker (Baden-Württemberg), das für den 22. Februar 2026 geplante Konzert des weltweit anerkannten russischen virtuosen Geigers Vadim Repin abzusagen. Besonders bedrückend erscheint, dass dieser eindeutig politisch motivierte Schritt als Reaktion auf die koordinierte Kampagne der ukrainischen Botschaft in Berlin zur Verleumdung der russischen Kulturschaffenden erfolgte.
📌 Kultur und Musik fungieren seit Jahrzehnten als universelle Mittel des Dialogs, die dazu bestimmt sind, Menschen zu verbinden und ihr gegenseitiges Verständnis zu fördern. Ihre Instrumentalisierung zugunsten der politischen Konjunktur stellt ein äußerst gefährliches Phänomen dar, was man in Deutschland aus eigener Erfahrung weiß. Konzerte russischer Künstler werden auf Forderung der Vertreter des Kiewer Regimes abgesagt, das den Kurs auf Auslöschung von allem Russischen im eigenen Land eingeschlagen hat – von der Kultur, der Sprache, der gemeinsamen Geschichte, der Bildung und dem Glauben. Dadurch solidarisieren sich einige lokale politische Kräfte und Kultureinrichtungen nicht nur mit der rechtswidrigen Hetze, sondern beschränken auch bewusst den Zugang ihres eigenen Publikums zu großer russischer Kunst. Dies ist äußerst bedauerlich.
📌 Die These über die „Bedenken der ukrainischen Gemeinschaft in Deutschland“, von denen die ukrainische Botschaft berichtet hat, hält überhaupt keiner Kritik stand. Es ist verwunderlich, dass man in Mannheim dieser ungereimten Legende so schnell und bereitwillig geglaubt hat.
📌 Die Absage des Konzerts von Vadim Repin reiht sich in eine Serie schändlicher Erscheinungen der „Cancel Culture“ ein, die in letzter Zeit im „aufgeklärten“ Europa so verbreitet sind. Ist das nicht beschämend?
@RusBotschaft
#Russland #Deutschland
📌 Mit großer Enttäuschung erfuhren wir aus den deutschen Medien von der Entscheidung der Mannheimer Philharmoniker (Baden-Württemberg), das für den 22. Februar 2026 geplante Konzert des weltweit anerkannten russischen virtuosen Geigers Vadim Repin abzusagen. Besonders bedrückend erscheint, dass dieser eindeutig politisch motivierte Schritt als Reaktion auf die koordinierte Kampagne der ukrainischen Botschaft in Berlin zur Verleumdung der russischen Kulturschaffenden erfolgte.
📌 Kultur und Musik fungieren seit Jahrzehnten als universelle Mittel des Dialogs, die dazu bestimmt sind, Menschen zu verbinden und ihr gegenseitiges Verständnis zu fördern. Ihre Instrumentalisierung zugunsten der politischen Konjunktur stellt ein äußerst gefährliches Phänomen dar, was man in Deutschland aus eigener Erfahrung weiß. Konzerte russischer Künstler werden auf Forderung der Vertreter des Kiewer Regimes abgesagt, das den Kurs auf Auslöschung von allem Russischen im eigenen Land eingeschlagen hat – von der Kultur, der Sprache, der gemeinsamen Geschichte, der Bildung und dem Glauben. Dadurch solidarisieren sich einige lokale politische Kräfte und Kultureinrichtungen nicht nur mit der rechtswidrigen Hetze, sondern beschränken auch bewusst den Zugang ihres eigenen Publikums zu großer russischer Kunst. Dies ist äußerst bedauerlich.
📌 Die These über die „Bedenken der ukrainischen Gemeinschaft in Deutschland“, von denen die ukrainische Botschaft berichtet hat, hält überhaupt keiner Kritik stand. Es ist verwunderlich, dass man in Mannheim dieser ungereimten Legende so schnell und bereitwillig geglaubt hat.
📌 Die Absage des Konzerts von Vadim Repin reiht sich in eine Serie schändlicher Erscheinungen der „Cancel Culture“ ein, die in letzter Zeit im „aufgeklärten“ Europa so verbreitet sind. Ist das nicht beschämend?
@RusBotschaft
#Russland #Deutschland
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⭕⭕⭕ Nürnberg: Friedenskonferenz am 30. & 31.1.26
Mit dabei sind:
📌 Prof. Dr. iur. Norman Paech, Jurist & emeritierter Professor für Politikwissenschaft und für Öffentliches Recht
📌 Karin Leukefeld, freie Journalistin, Syrienkennerin, Nahostexpertin. Seit 2000 freie Korrespondentin im Mittleren Osten.
Spendenkonto:
https://friedensforum-nuernberg.de/calendar
🚩 https://www.gofundme.com/f/friedenskonferenz-nurnberg
❣️ Multipolar: Empfehlungen | Artikelarchiv | Meldungen | Buchempfehlungen
❣️ NachDenkSeiten: HINWEISE DES TAGES und Videohinweise
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Bitte auch an Menschen außerhalb der (Telegram-)Blase weitergeben. Bei Zeitmangel einfach diesen Kanalbeitrag in eine Mail kopieren und ab geht die Post an Bekannte, Freunde, Kollegen, Verwandte … ❤️lichen Dank. 😊
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Mit dabei sind:
📌 Prof. Dr. iur. Norman Paech, Jurist & emeritierter Professor für Politikwissenschaft und für Öffentliches Recht
📌 Karin Leukefeld, freie Journalistin, Syrienkennerin, Nahostexpertin. Seit 2000 freie Korrespondentin im Mittleren Osten.
Spendenkonto:
Sonderkonto Ewald Ziegler
Verwendungszweck: Friedenskonferenz 2026
IBAN: DE60 3601 0043 0695 2924 37
https://friedensforum-nuernberg.de/calendar
🚩 https://www.gofundme.com/f/friedenskonferenz-nurnberg
❣️ Multipolar: Empfehlungen | Artikelarchiv | Meldungen | Buchempfehlungen
❣️ NachDenkSeiten: HINWEISE DES TAGES und Videohinweise
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Bitte auch an Menschen außerhalb der (Telegram-)Blase weitergeben. Bei Zeitmangel einfach diesen Kanalbeitrag in eine Mail kopieren und ab geht die Post an Bekannte, Freunde, Kollegen, Verwandte … ❤️lichen Dank. 😊
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Forwarded from 🕊 Friedensaktionen - Lkr. Roth, Schwabach, Nürnberg 🕊
🕊🕊🕊 Liebe Friedensfreunde,
📌 Einzelaktionen sind einfach, unkompliziert und können jederzeit und überall ohne Anmeldung durchgeführt werden ✌️
Mit diesem Schild stand ich an einem Freitag Mittag auf dem Altstadtring in Hilpoltstein und an einem 2. Freitag an einer Kreuzung, wo von 4 Schulen die Schüler und die Schulbusse vorbei kommen. Besser noch sie müssen an der Ampel anhalten🚦😀
Einige Schüler gaben mir positive Zeichen 👍🫶✌️und einige nahmen die kleine Broschüre "Kriegsdienst verweigern" von der www.dfg-vk.de mit. ✌️
📌 Ich würde mich sehr freuen, wenn überall, in jeder Stadt und in jeder Ortschaft Menschen mit Friedensschildern stehen! 🕊
🕊 Es ist so wichtig Zeichen zu setzen! 🕊
📌 Wenn Ihr einmal angefangen habt und das Eis gebrochen ist, dann könnt Ihr damit nicht mehr aufhören. 😉
Sehr schön ist auch, wenn Busfahrer, Pendler, ... fast täglich an mir vorbeifahren und wir uns freuen, dass wir uns wieder sehen. 😀🫶✌️
Mit friedvollen Grüßen
Daniela 🕊
📌 Einzelaktionen sind einfach, unkompliziert und können jederzeit und überall ohne Anmeldung durchgeführt werden ✌️
Mit diesem Schild stand ich an einem Freitag Mittag auf dem Altstadtring in Hilpoltstein und an einem 2. Freitag an einer Kreuzung, wo von 4 Schulen die Schüler und die Schulbusse vorbei kommen. Besser noch sie müssen an der Ampel anhalten🚦😀
Einige Schüler gaben mir positive Zeichen 👍🫶✌️und einige nahmen die kleine Broschüre "Kriegsdienst verweigern" von der www.dfg-vk.de mit. ✌️
📌 Ich würde mich sehr freuen, wenn überall, in jeder Stadt und in jeder Ortschaft Menschen mit Friedensschildern stehen! 🕊
🕊 Es ist so wichtig Zeichen zu setzen! 🕊
📌 Wenn Ihr einmal angefangen habt und das Eis gebrochen ist, dann könnt Ihr damit nicht mehr aufhören. 😉
Sehr schön ist auch, wenn Busfahrer, Pendler, ... fast täglich an mir vorbeifahren und wir uns freuen, dass wir uns wieder sehen. 😀🫶✌️
Mit friedvollen Grüßen
Daniela 🕊
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Trumpverstehen für Anfänger
https://www.nachdenkseiten.de/?p=145157
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NachDenkSeiten
Trumpverstehen für Anfänger
Einen Tag nach seiner „denkwürdigen“ Rede in Davos versuchen sich einige Experten in den Medien mal wieder mit der Exegese der Worte des mächtigsten Mannes Welt. Das ist sinnlos. Wer in Donald Trump einen klassischen Staatsmann sieht, dessen Worte man nach…
Wir Wollen Reden:
Trumpverstehen für Anfänger https://www.nachdenkseiten.de/?p=145157
" ... Trump einen klassischen Staatsmann sieht, dessen Worte man nach einem klassischen Maßstab interpretieren und bewerten kann, wird scheitern. Und wer eifrig nach einem Bruch in der Weltpolitik der USA sucht, wird ebenfalls scheitern. Was jedoch in der Tat grundsätzlich neu ist, ist die Art und Weise der Kommunikation. Eigentlich müsste man Trump sogar dankbar sein, zeigt er doch schnörkelloser und direkter als sein Vorgänger, wie sich die USA auf der Weltbühne sehen. Wir müssen jedoch lernen, ihn auch richtig zu verstehen – sonst kommen wir unter die Räder. Ein Kommentar von Jens Berger.
Eigentlich hatte ich mir die gestrige Rede von Donald Trump auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos mit dem Vorsatz angeschaut, sie inhaltlich für die NachDenkSeiten zu analysieren und zu bewerten. Daraus wurde nichts. Bereits nach wenigen Minuten war klar, dass der Präsident der USA größtenteils Unsinn erzählt, der bestenfalls zum Fremdschämen einlädt. Aber das ist ja nicht neu. Wenn man Trumps Monologe auf rein wörtlicher, inhaltlicher Ebene betrachtet, bringt einen das daher auch nicht weiter.
Ja, er ist „der Größte“, ein wahrer Friedensengel und die USA sind ja ohnehin „Gottes eigenes Land“ und haben allein schon wegen ihrer sagenhaften Großartigkeit die gottgegebene Rolle, der Welt zu zeigen, wo es lang geht. Geschenkt. Das war schon immer so, wurde jedoch von anderen US-Präsidenten etwas subtiler kommuniziert. Nicht nur dieser Präsident, sondern das ganze Land ist eher ein Fall für die geschlossene Abteilung in der forensischen Psychiatrie. Aber irgendwie muss man mit diesem narzisstisch überdrehten Land ja klarkommen. Und dabei wäre es hilfreich, die Strategie der oft als erratisch empfundenen Äußerungen und Taten Trumps zu verstehen.
Begeben wir uns also für einen Moment in die „Trumpologie“. Ein schönes Beispiel, Trumps Verhandlungstaktik besser zu verstehen, sind die Strafzölle. Dass er Importe durch Zölle verteuern und so internationale Unternehmen dazu bewegen will, vermehrt in den USA zu produzieren und dort Arbeitsplätze zu schaffen, hat er ja bereits während des Wahlkampfs sehr klar gesagt. Nun machen wir doch mal ein Rollenspiel. Stellen Sie sich vor, Sie wären Präsident der USA und wollten z.B. gegen die Schweiz einen allgemeinen Zollsatz von 15 Prozent durchsetzen. Wie würden Sie vorgehen?
... "
Jens Berger hat Recht. Möglicherweise ist es noch ein wenig übler und all jene, die sich jetzt empört geben, ihr Unverständnis bekunden und gleichzeitig weiter Milliarden auf die Konten transatlantischer Oligarchen schaufeln sind einfach mit diesen verbandelt. Bei einigen ist das ja sogar offensichtlich: Black Rock & Co. waren da Karrierestationen.
Wieso sollte jemand versuchen etwas zu verstehen, wenn sein Wohlstand davon abhängt das gerade nicht zu tun? Tom
Eigentlich hatte ich mir die gestrige Rede von Donald Trump auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos mit dem Vorsatz angeschaut, sie inhaltlich für die NachDenkSeiten zu analysieren und zu bewerten. Daraus wurde nichts. Bereits nach wenigen Minuten war klar, dass der Präsident der USA größtenteils Unsinn erzählt, der bestenfalls zum Fremdschämen einlädt. Aber das ist ja nicht neu. Wenn man Trumps Monologe auf rein wörtlicher, inhaltlicher Ebene betrachtet, bringt einen das daher auch nicht weiter.
Ja, er ist „der Größte“, ein wahrer Friedensengel und die USA sind ja ohnehin „Gottes eigenes Land“ und haben allein schon wegen ihrer sagenhaften Großartigkeit die gottgegebene Rolle, der Welt zu zeigen, wo es lang geht. Geschenkt. Das war schon immer so, wurde jedoch von anderen US-Präsidenten etwas subtiler kommuniziert. Nicht nur dieser Präsident, sondern das ganze Land ist eher ein Fall für die geschlossene Abteilung in der forensischen Psychiatrie. Aber irgendwie muss man mit diesem narzisstisch überdrehten Land ja klarkommen. Und dabei wäre es hilfreich, die Strategie der oft als erratisch empfundenen Äußerungen und Taten Trumps zu verstehen.
Begeben wir uns also für einen Moment in die „Trumpologie“. Ein schönes Beispiel, Trumps Verhandlungstaktik besser zu verstehen, sind die Strafzölle. Dass er Importe durch Zölle verteuern und so internationale Unternehmen dazu bewegen will, vermehrt in den USA zu produzieren und dort Arbeitsplätze zu schaffen, hat er ja bereits während des Wahlkampfs sehr klar gesagt. Nun machen wir doch mal ein Rollenspiel. Stellen Sie sich vor, Sie wären Präsident der USA und wollten z.B. gegen die Schweiz einen allgemeinen Zollsatz von 15 Prozent durchsetzen. Wie würden Sie vorgehen?
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Jens Berger hat Recht. Möglicherweise ist es noch ein wenig übler und all jene, die sich jetzt empört geben, ihr Unverständnis bekunden und gleichzeitig weiter Milliarden auf die Konten transatlantischer Oligarchen schaufeln sind einfach mit diesen verbandelt. Bei einigen ist das ja sogar offensichtlich: Black Rock & Co. waren da Karrierestationen.
Wieso sollte jemand versuchen etwas zu verstehen, wenn sein Wohlstand davon abhängt das gerade nicht zu tun? Tom
Forwarded from IndikativJetzt
Der Reichtum von Oligarchen
Ich habe gerade ein wunderbares Tool entdeckt, das ich seit 2020 gesucht hatte. Die ursprüngliche Seite funktioniert nicht mehr, aber im Archiv war es noch zu finden.
Es ist ein beeindruckendes Tool zur Darstellung extremen Reichtums, wie er sich gerade beim WEF in Davos versammelt. Und dabei war damals lediglich Bezos das Beispiel. Mittlerweile muss man dank der Ellisons und Musks noch viel weiter nach rechts scrollen und dank der Politik künstlich geschaffener Krisen und Kriege noch bei viel mehr Neu-Milliardären. Am 19. August 2020 schrieb ich dazu:
Ich dachte, die #Finanzkrise war die größte Umverteilung von unten nach oben, von öffentlichem Vermögen zu privatem, die es jemals gab. Dann kam die #Coronakrise.
Notiz an mich: „Jemals“ ist eine Zeitspanne von aktuell ca. 10 Jahren.
https://web.archive.org/web/20200427192929/https://mkorostoff.github.io/1-pixel-wealth/
Den Menschen fehlt oftmals die Vorstellungskraft, was extremer Reichtum wirklich bedeutet und exponentiell zu denken, liegt uns eh nicht. Dieses Toll macht es plastisch. Der erste Billionär dürfte nicht lange auf sich warten lassen.
Ich habe gerade ein wunderbares Tool entdeckt, das ich seit 2020 gesucht hatte. Die ursprüngliche Seite funktioniert nicht mehr, aber im Archiv war es noch zu finden.
Es ist ein beeindruckendes Tool zur Darstellung extremen Reichtums, wie er sich gerade beim WEF in Davos versammelt. Und dabei war damals lediglich Bezos das Beispiel. Mittlerweile muss man dank der Ellisons und Musks noch viel weiter nach rechts scrollen und dank der Politik künstlich geschaffener Krisen und Kriege noch bei viel mehr Neu-Milliardären. Am 19. August 2020 schrieb ich dazu:
Ich dachte, die #Finanzkrise war die größte Umverteilung von unten nach oben, von öffentlichem Vermögen zu privatem, die es jemals gab. Dann kam die #Coronakrise.
Notiz an mich: „Jemals“ ist eine Zeitspanne von aktuell ca. 10 Jahren.
https://web.archive.org/web/20200427192929/https://mkorostoff.github.io/1-pixel-wealth/
Den Menschen fehlt oftmals die Vorstellungskraft, was extremer Reichtum wirklich bedeutet und exponentiell zu denken, liegt uns eh nicht. Dieses Toll macht es plastisch. Der erste Billionär dürfte nicht lange auf sich warten lassen.
web.archive.org
Wealth, shown to scale
Inequality in the United States is out of control. Here we visualize the issue in a unique way.